Bild verwendet mit CreativeCommons-Lizenz; Fotograf: Osvaldo Gago1

Unsere Großstädte ersticken im Verkehr. Jeden morgen quälen sich Millionen von Bürgern durch die Straßen auf dem Weg zum Arbeitsplatz. Jeden Abend rollt die Karawane zäh wie Kaugummi zurück. Es geht Zeit verloren. Es gehen Ressourcen verloren. Es geht die Umwelt verloren. Das Logischste wäre ein radikaler Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, doch dieser ist nicht in Sicht. Einerseits fordern die Menschen die individuelle Unabhängigkeit, andererseits ist in vielen Großstädten ein gutes Verkehrsangebot einem rigorosen Sparkurs zum Opfer gefallen. Die Auswirkungen dürfen die Bewohner der Ballungszentren ausbaden.

Und die Automobilindustrie? Ignoriert diese Situation. Ist damit beschäftigt, Spaltmaße zu reduzieren. Motoren zu frisieren. Fahrer zu entmündigen. Wirklich Smarte Autos existieren nicht. Man baut Autos wie vor 40 Jahren. Der Motor ist von dem Heck an die Front gewandert und hat in Hubraum und Leistung zugelegt. Die Passagiere werden von Klimaanlage, Sitzheizung und Surround-Sound-Systemen verwöhnt und sind in eine unüberschaubare Zahl an Airbags gehüllt. Aber wer schützt die urbanen Einwohner?




1: Osvaldo Gago, www.fotografar.net; Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Auto_stoped_highway.JPG